» Ausrüstung: Atemschutz
:: Die Atemschutzbekleidung ist unter Bekleidung näher beschrieben!

Atemschutzausruestung

Der Atemschutz dient dazu, Atemgifte (Beispielsweise Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, Schwefelsäure, ..) vom Körper, inbesondere der Lunge fernzuhalten. Bei ausreichend Sauerstoff (Normalerweise 21%) in der Umgebungsluft reicht für Verbrennungsgase und leichter Luftverschmutzung ein Filtergerät das mit G26/1 Tauglichkeit getragen werden darf. Bei unzureichendem Sauerstoff, beispielsweise beim Innenangriff eines Wohnhausbrandes, ist ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät, kurz Pressluftatmer erforderlich.

Um ein solches Gerät im Ernstfall tragen zu dürfen, ist neben der Feuerwehrgrundausbildung ein Atemschutzgeräteträgerlehrgang und die dazu benötigte G26/3 Tauglichkeit Vorschrift. Näheres zur Gesundheitsuntersuchung findet man hier: G26 Untersuchung.

Beim Pressluftatmer hat der Feuerwehrdienstleistende seine Atemluft in einer unter Druck stehenden Flasche am Rücken dabei. In einer 6 Liter Flasche sind, siehe Bild, ca. 1800 Liter Luft bei 300 Bar gepresst. Über einen Lungenautomaten wird die Luft in den Innenraum der Maske übergeben. Die Maske muss eng am Gesicht anliegen, damit keine Luft ausdringen, bzw keine Giftgase eindringen können. Über das Druckmessgerät erfährt der Feuerwehrmann den aktuellen Druck, womit er sich die Restzeit ausrechnen kann. Neuere, technisch fortschrittlichere Geräte, haben eine digitale Druckanzeige, welche zusätzlich eine geschätze Restzeit ausgibt.

Weiterhin gehört zur Ausrüstung des Atemschutzgeräteträgers der Bauchgurt zum Abseilen und Absichern, die explosionsgeschützte Handlampe und der Leinenbeutel. Weiterhin kann für einen Innenangriff ein Strahlrohr und ein C-Schlauch zur Ausrüstung gehören.

Ein Atemschutzgeräteträger geht nie alleine vor; immer zu zweit in einem Atemschutztrupp. Dabei muss auch ein Rettungstrupp zusätzlich vor Ort sein, der bei einem Gefahrfall eingreifen kann. Vor dem Beginn muss der Druck bei der Atemschutzüberwachung außerhalb des Gebäudes angegeben werden. Weiterhin wird am Zielort der Druck über Funk übergeben, damit auch die Atemschutzüberwachung weiß, wie lange der Geräteträger im Haus bleiben darf.


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